Ergotherapie in der Psychiatrie

Informationen zu Ergotherapie & Psychiatrie (Methoden, Behandlung, Ziele)

Die Ergotherapie in der Psychiatrie unterstützt die Betroffenen zum einen dabei, ihre Potenziale zu entdecken. Zum anderen hilft die Therapie den Patienten, Fertigkeiten wiederzuerlangen, über die sie aufgrund der Erkrankung nicht mehr verfügen. Zu den Behandlungstechniken zählt die Arbeit mit Materialien wie Holz und Ton, die den Gefühlsausdruck unterstützt. Gleiches gilt für das angeleitete Malen. Des Weiteren nutzen wir Peddigrohr (Körbe flechten) zugunsten des Trainings von Aufmerksamkeit und Konzentration. Bewegungstherapeutisch nutzen wir Entspannungsverfahren oder auch aktivierende Techniken (zum Beispiel Boxen). Bei Demenzkranken regen wir eine basale Stimulation an. Mittels Rhythmik, Körperkontakt oder Vibrationen erhöht sich die Empfindungsfähigkeit bei Berührungen und der Gleichgewichtssinn wird gestärkt. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der auch das Umfeld des Patienten mit einbezieht.

 

Behandlungsfelder der Ergotherapie in der Psychiatrie

  • affektive Psychosen
  • endogene Psychosen wie Schizophrenie
  • exogene Psychosen wie Alzheimer
  • Depressionen
  • Neurosen
  • hirnorganisches Psychosyndrom
  • Neurosen
  • psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter
  • vaskuläre Demenzen
  • Suchterkrankungen

 

Behandlungsziele der Ergotherapie in der Psychiatrie

  • Wiedereingliederung in die Gesellschaft
  • Erhaltung und Verbesserung der Grundleistungsfunktionen (Selbstständigkeit, Flexibilität und situationsgerechtes Verhalten)
  • Stärkung von Motivation, Ausdauer und Belastbarkeit
  • Steigerung des Selbstvertrauens
  • Strukturierung des Alltags (Gestaltung der Tagesabläufe mit Aufbrechen alter, ungünstiger Muster)
  • Förderung emotionaler Fähigkeiten (Ausdruck von Gefühlen)
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • realistische Selbstwahrnehmung
  • Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten
  • Integration und Reintegration in den Arbeitsmarkt